Ich behebe die eine beanstandete Stelle im Plex-Absatz und gebe dann das korrigierte HTML aus.
- Fang mit einem Dienst an, der sofort im Alltag auffällt und wenig kaputt machen kann – ein Werbeblocker fürs ganze Netzwerk ist dafür ideal.
- Ein Werkzeug zur Verwaltung deiner Container erspart dir später viel Tipparbeit auf der Kommandozeile.
- Bei Medienservern lohnt der Blick auf Abo-Fallen: Plex verlangt seit 2025 für Fernzugriff einen Plex Pass, kostenlose Alternativen wie Jellyfin gibt es trotzdem.
- Foto-Backup und Fernzugriff runden die ersten fünf Dienste ab – beide sind 2025 deutlich reifer bzw. großzügiger geworden als noch vor zwei Jahren.
Wer sich das erste Mal ein Homelab aufbaut – also einen eigenen kleinen Server oder ein NAS (Network Attached Storage, also ein Speicher, der direkt am Netzwerk hängt) zuhause betreibt – steht schnell vor einer langen Liste möglicher Programme. Foren und Videos werfen Dutzende Namen durcheinander, und die Versuchung ist groß, gleich alles auf einmal zu installieren. Das führt meistens zu Frust: zu viele Baustellen, zu wenig Verständnis, was eigentlich läuft. Sinnvoller ist es, mit wenigen Diensten zu starten, die schnell einen sichtbaren Nutzen bringen und die Grundlage für alles Weitere legen.
Die Basis: Ein Ort, an dem die Dienste laufen
Die meisten Homelab-Dienste laufen heute in Docker – einer Technik, mit der sich Programme in abgeschlossenen, leicht austauschbaren Paketen („Containern“) betreiben lassen, ohne dass sie sich gegenseitig ins Gehege kommen. Ob das Ganze auf einem ausgemusterten PC, einem Mini-Rechner oder einem fertigen NAS läuft, ist für den Einstieg zweitrangig. Wichtig ist nur, dass die Hardware genug Leistung für mehrere Dienste gleichzeitig hat – gerade wenn später ein Mediaserver Videos umwandeln soll.
Synology DS225+ 2-Bay Diskstation NAS (Intel Celeron J4125 4-Core 2.0 GHz, 2GB DDR4 RAM, 2x RJ-45 1GbE LAN-Port)
Für den Einstieg mit mehreren gleichzeitig laufenden Diensten wie Werbeblocker, Mediaserver und Foto-Backup bietet die stärkere CPU dieses Modells mehr Luft als kleinere Einsteiger-NAS.
1. Ein Werbeblocker fürs ganze Netzwerk
Der klassische erste Dienst ist ein netzwerkweiter Werbeblocker wie Pi-hole. Er funktioniert als DNS-Sinkhole – vereinfacht gesagt eine Sperrliste, die Anfragen an bekannte Werbe- und Trackingserver ins Leere laufen lässt, noch bevor sie irgendein Gerät im Haus erreichen. Der Effekt ist sofort sichtbar: weniger Werbung, auch auf dem Handy und dem Smart-TV, ganz ohne Browser-Erweiterung auf jedem einzelnen Gerät.
Pi-hole hat mit Version 6 (Anfang 2025) eine komplette Erneuerung hinter sich: Der Dienst bringt jetzt einen eigenen Webserver mit direkter Programmierschnittstelle mit, ein separater Webserver mit PHP ist nicht mehr nötig. Die Oberfläche kennt seither einen einfachen und einen erweiterten Modus und unterstützt verschlüsselte Verbindungen von Haus aus. Wer noch alte Anleitungen mit PHP-Installation oder Portfreigabe auf 8080 findet – die sind für Neuinstallationen überholt.
2. Eine Verwaltungsoberfläche für die Container
Portainer zeigt alle laufenden Container in einer Weboberfläche, statt dass man sich alles über die Kommandozeile zusammensuchen muss. Für einen einzelnen Server reicht die kostenlose Stufe locker aus: Die Business Edition wurde im Juli 2024 zwar von fünf auf drei kostenlose Knoten („Nodes“) reduziert, das betrifft aber nur, wer mehrere Server gleichzeitig verwalten will. Ein einzelner Homelab-Server bleibt darunter.
3. Ein eigener Mediaserver
Ein Mediaserver verwaltet die eigene Film- und Musiksammlung und macht sie auf Fernseher, Handy oder Laptop abrufbar. Lange war Plex hier die naheliegende Wahl, weil das Teilen der eigenen Bibliothek mit Familie oder Freunden außerhalb des Heimnetzes kostenlos war. Das hat sich geändert: Seit April 2025 braucht Plex für den Fernzugriff einen kostenpflichtigen Plex Pass oder den „Remote Watch Pass“. Seit November 2025 wird das zuerst bei Roku-Apps auch tatsächlich durchgesetzt, weitere Geräte und Apps sollen 2026 folgen. Lokales Streaming im eigenen Netzwerk bleibt bei Plex weiterhin kostenlos.
Wer das vermeiden will, schaut sich Jellyfin an: einen kostenlosen, quelloffenen Mediaserver ganz ohne Abo-Zwang, auch für Fernzugriff. Die Version 10.10 brachte unter anderem eine bessere Kapitel- und Intro-Erkennung sowie Unterstützung für aktuellere Bild- und Tonformate.
Werbeblocker, Verwaltung und Mediaserver im Vergleich
| Dienst | Wofür | Einstieg | Kosten |
|---|---|---|---|
| Pi-hole | Werbung im ganzen Netzwerk blockieren | leicht | kostenlos |
| Portainer | Container über eine Weboberfläche verwalten | leicht | kostenlos für einen Server |
| Jellyfin | Eigene Filme/Serien streamen | mittel | kostenlos |
| Immich | Fotos/Videos vom Handy sichern | mittel | kostenlos |
| Tailscale | Von unterwegs aufs Homelab zugreifen | leicht | Gratis-Plan für Privatnutzer |
4. Eigenes Foto-Backup statt Google Photos
Immich sichert Fotos und Videos vom Handy automatisch auf dem eigenen Server – eine Art selbst betriebene Alternative zu Google Photos. Lange stand auf der Projektseite ein deutlicher Hinweis, dass Immich nicht für den Produktivbetrieb geeignet sei. Das ist seit Oktober 2025 vorbei: Mit Version 2.0, nach knapp vier Jahren Entwicklung, gilt das Projekt offiziell als stabil, der Warnhinweis ist verschwunden. Updates lassen sich seither auch ohne Sonderschritte einspielen. Wer vor ein, zwei Jahren gehört hat, Immich sei nur etwas für Bastler – dieser Einwand gilt nicht mehr.
5. Fernzugriff ohne Portfreigabe
Die letzten vier Dienste bringen wenig, wenn man nur zuhause darauf zugreifen kann. Tailscale baut ein privates Netzwerk (ein sogenanntes VPN, Virtual Private Network) zwischen den eigenen Geräten auf, ganz ohne Ports am Router freizugeben – ein Vorgang, der für Einsteiger oft die größte Fehlerquelle und Sicherheitslücke zugleich ist. Der kostenlose „Personal“-Plan erlaubt inzwischen bis zu sechs Nutzer mit unbegrenzt vielen Geräten pro Nutzer, ein früheres Limit von 100 Geräten wurde gestrichen. Für ein Homelab mit einer Person oder einer Familie reicht das bequem aus.
Was bewusst noch fehlt
Auffällig ist, was in dieser Liste nicht vorkommt: ein Passwortmanager wie Vaultwarden, eine Statusseite wie Uptime Kuma oder eine komplette Cloud-Lösung wie Nextcloud. Das sind alles sinnvolle nächste Schritte – aber eben nächste, nicht erste. Sie setzen voraus, dass Docker und die Verwaltung darüber schon vertraut sind. Mit den fünf genannten Diensten steht das Fundament: Netzwerk, Verwaltung, Medien, Fotos, Zugriff von außen. Alles Weitere baut darauf auf.